Sanierungsplan

 Haussanierung mit dem Sanierungsplan muster

Als Hausbesitzer ist es wichtig, einen Sanierungsplan in der Hand zu haben, um sämtliche Sanierungsmaßnahmen und Instandsetzungsmaßnahmen zur richtigen Zeit umzusetzen. Zunächst müssen Sie drei Fragen beantworten: Was, Wie und Wann. Auf kostenguide.de erfahren Sie,  was bei einer umfassenden Haussanierung beachtet werden muss. Besonders praktisch: unser Sanierungsplan Muster.

Sanierungsplan Muster Instandsetzungsmaßnahmen Haussanierung

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Planen Sie die Instandhaltung Ihrer Immobilie

Mit einem gut funktionierenden Sanierungsplan können Sie die Instandhaltungskosten über einen längeren Zeitraum verteilen. Dies reduziert nicht zuletzt den Bedarf an Notfallreparaturen.

Ein guter Wartungsplan sollte:

  • 10 bis 30 Jahre im Voraus beginnen.
  • Geben Sie an, wie oft eine Wartungsmaßnahme ausgeführt werden muss und welche Kosten diese verursachen. Notieren Sie sich beispielsweise, wann Sie die Fenster zuletzt renoviert haben, wie viel es gekostet hat und wann sie geplant  haben, die Fenster erneut überprüfen zu lassen. In der Regel sollte dies beispielsweise in einem Zeitraum von zehn Jahren geschehen.
  • Eine vernünftige Struktur besitzen (Beispielsweise ist es sinnvoll, so zu planen, dass ein Gerüst für mehrere Sanierungsmaßnahmen (Fassade und Dacharbeiten) verwendet werden kann.
  • Eine Wirtschaftsplanung enthalten.

Außerdem sollten Sie vor der Erstellung Ihres Sanierungsplans immer folgende Fragen beantwortet haben, damit die Rahmenbedinungen für die Haussanierung feststehen:

  • Wie sieht die Bausubstanz aus, setzt sie dem Sanierungsvorhaben Grenzen?
  • Welche Nutzungen für die Immobilie sind eigentlich zulässig?
  • Altbau? Kennen Sie die existierenden Auflagen des Denkmalschutzes?
  • Sieht Ihr Bebauungsplan irgendwelche Einschränkungen vor, die sie bedenken müssten?
  • Welches Budget steht Ihnen zur Verfügung.

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Definieren Sie Ihr eigenes Sanierungsziel

Sämtliche Rahmenbedingungen sind geklärt? Jetzt geht es darum, dass Sie Ihr eigenes Sanierungsziel definieren, damit Sie sich während der Haussanierung auf die Ihnen wichtigsten Baustellen konzentrieren. Wichtig dabei sind die gewünschte Qualität, die geplante Nutzung und natürlich auch das gewünschte Erscheinungsbild. Die folgenden Überlegungen helfen Ihnen, Ihre eigenen Ziele zu definieren.

Das Erscheinungsbild

Das Äußere des Hauses betrifft vor allem die Gebäudehülle, also die Fassade, die Fenster und Türen und das Dach. Hierbei sollten Sie immer daran denken, dass energetische und gestalterische Aspekte im Sanierungsplan immer Hand in Hand gehen und in Form der Bauteile aufeinander abgestimmt sein sollten. Besondere Vorsicht ist bei schönen Altbauhäusern angesagt: Entscheiden Sie sich für sehr schlichte Kunststofffenster und ein modernes Wärmeverbundsystem, leidet der historische Charme der Immobilie sofort. Hier ist besonderes Fingerspitzengefühl. Ansprechende Altbaufenster, die den aktuellen Energiestandards entsprechen sind heute kein Problem mehr.

Die qualität der baumaterialien

Ganz klar, einer Sanierung sind hinsichtlich der Sanierungskosten nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Es gibt so eine große qualitative Spannweite an Baumaterialien, das es für den Laien kaum möglich ist, bei der Auswahl der Materialien eine Entscheidung zu treffen. Unser Tipp: bitten Sie die Handwerker Ihnen bis zu drei unterschiedliche Angebote für Ihr Vorhaben zu erstellen, gestaffelt nach unterschiedlichen Qualitätsstandards. So erhalten Sie einen guten Überblick und können zwischen Kosten und Qualität gut abwägen. Denn in der Regel erstellen Ihnen Handwerker zunächst ein günstiges Angebot mit einem sehr niedrigen Standard, um den Zuschlag zu erhalten. Denken Sie bei Ihren Überlegungen daran, dass es Bauteile gibt, bei denen sich ein guter und sehr guter Standard langfristig besonders auszahlt. Das betrifft vor allem Fenster und Türen aber Ausbaumaterialien wie etwa ein guter Bodenbelag.

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Der Grundriss

Offene Grundrisse sind absolut in und viele Immobilieninhaber möchten Ihren Altbau gerne offener und freundlicher gestalten als er ursprünglich konzipiert war. Bitte bedenken Sie hierbei, dass ein solcher offener Grundriss eine meist sehr kostenintensive Kernsanierung mit sich bringt, die umfangreiche Eingriffe in das Tragwerk erfordern. Daher raten wir meistens zu nicht allzu großen Grundrissveränderungen, da diese nicht nur risikoärmer sind, sondern auch die historische Grundrisstruktur erhalten bleibt. Sprechen Sie mit fachkundigen Handwerkern darüber, was genau machbar ist, um Ihren Wünschen auch ohne eine umfangreiche Kernsanierung näher zu kommen.

Der Energiestandard

Das Energiekonzept ist dann am effizientesten wenn es individuell auf das jeweilige Gebäude samt seiner Bewohner abgestimmt ist. Planen Sie eine energetische Sanierung, müssen die EnEV-Vorgaben immer eingehalten werden, allerdings steht es Ihnen frei, sich auf einen Schwerpunkt, wie etwa die Dämmung der Fassade zu konzentrieren. Verlieren Sie auch hierbei nie wichtige wirtschaftliche Gesichtspunkte aus dem Fokus.

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Haben Sie Ihre Finanzen immer im Blick

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Finanzen immer im Blick haben. Sobald Sie sich einen Überblick über die zukünftigen Sanierungsmaßnahmen gemacht Ihrer Immobilie gemacht haben, ist es Zeit, einen näheren Blick auf die Finanzierung des Sanierungsplan zu werfen. In der Regel setzt sich das Sanierungsbudget immer aus drei Bestandteilen zusammen:

  • Eigenkapital
  • Fremdkapital
  • Fördergelder (wie z.B. KfW)

Ihre Bank wird Ihnen einen Kredit für den Sanierungsbedarf Ihres Hauses nur dann gewähren, wenn Sie bereits Eigenkapital als Grundstock besitzen. Das können Bausparverträge, Lebensversicherungen aber auch private Darlehen sein. Steht Ihr Eigenkapital und wurde von der Bank ebenfalls ermittelt, können Sie mit Ihrer Bank  in die Gespräche einsteigen. Haben Sie den Kredit Ihrer Bank in der Tasche, können Sie sich weiter um zusätzliche Fördergelder bemühen. Ihre Ansprechpartner sind Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Mit welchen Sanierungskosten Sie ungefähr rechnen müssen, erfahren Sie im Sanierungsplan Muster.

Regelmäßige Kontrolle erspart hohe Reparaturkosten

Durch regelmäßige Überprüfung Ihres Hauses können Sie die Kosten für teure Reparaturkosten erheblich reduzieren. Was muss angegangen werden? Legen Sie eine Art “Fahrplan” fest, in dem Sie Aktionen aufschreiben, die innerhalb der nächsten fünf Jahre festgelegt werden müssen, und deren Kosten abschätzen.  Notieren Sie, wann Sie Ihre Fenster zuletzt lackiert haben, wie viel es gekostet hat, planen Sie diese Kosten für die nächste Fenstersanierung ein.

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Erstellen Sie ein Budget

Es kann sinnvoll sein, ein separates Sanierungskonto zu haben, bei dem Sie Geld einzahlen, das lediglich für die Instandhaltung des Hauses verwendet wird. Sparen Sie auf der Grundlage Ihres Sanierungsplans so viel Geld, wie Ihre Situation zulässt. Im Allgemeinen sollten Sie mindestens rund 100 bis 200 Euro pro Monat sparen. Dies wird sowohl für kleinere als auch für größere Reparaturen verwendet. Unten im Sanierungsplan Muster können Sie nachsehen, mit welchen Sanierungskosten Sie ungefähr rechnen müssen.

Haussanierung – Vom Dach zum Keller, Von außen  nach innen

Handelt es sich bei der gesamten Immobilie um einen Sanierungsfall und Sie planen eine umfassende Haussanierung, die alle Bestandteile umfasst, läuft eine ordentliche und gut geplante Sanierung in dieser Reihenfolge ab:

  1. Dachsanierung, inklusive Neueindeckung des Daches und Dämmung
  2. Kellersanierung, inklusive Dämmung der Wände und Decke, eventuell auch eine Kellerabdichtung
  3. Sanierung der Fassade, inklusive Fassadendämmung, Erneuerung der Fenster und Türen durch eine Wärmeschutzverglasung.
  4. Einbau von Anlagentechniken
  5. Kompletter Innenausbau

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In unserem Sanierungsplan Muster finden Sie Angaben zu den Überprüfungsintervallen für die unterschiedlichen Bestandteile eines Hauses. Bitte nehmen Sie diese Informationen nur als allgemeine Angaben. Je nach Material, Bausubstanz und Alter Ihrer Immobilie gelten andere Überprüfungsintervalle. Sowohl den Intervallen als auch den Sanierungskosten liegen Schätzungen für ein ca. 120qm großes und ca. 20 Jahre altes Einfamilienhaus zugrunde.

SanierungsmaßnahmeZeitintervallSanierungskosten
Holzfenster- und Holztüren streichenalle 5 Jahre2.000 Euro
Fensterdichtungen austauschenalle 10 Jahre1.5000 Euro
Dachausbaualle 40 Jahre20.000 Euro
Heizungsanlage austauschenalle 20 Jahre5.000 - 10.000 Euro
Fassade streichenalle 5 bis 10 Jahre3.000 - 4.000 Euro
Fenster komplett erneuernalle 20 Jahre8.000 Euro
Kellerdecke dämmenalle 30 Jahre2.200 Euro
Innendämmungalle 30 Jahre5.000 Euro
Außendämmung der Fassadealle 40 Jahre20.000 - 45.000 Euro
Haustür & Nebeneingangstüren erneuernalle 20 Jahre1.000 - 3.000 Euro
Elektrik erneuernalle 30 Jahre8.000 Euro
Neuer Parkettbodenalle 40 Jahre5.000 Euro
Innenräume tapezieren und streichenalle 5 Jahre2.000 - 3.000 Euro
Küche modernisierenalle 20 Jahre4.000 - 40.000 Euro
Bad modernisierenalle 15 Jahre8.000 Euro
Dach dämmenalle 40 Jahre6.000 - 20.000 Euro
Dach neu eindeckenalle 30 Jahren5.000 Euro